Plastikfrei: Ein Zwischenstand

Wie ihr ja alle wisst, versuche ich auch plastikfrei zu leben, wobei der Ausdruck „plastikfreier“ hier passender wäre. Ganz ohne Plastik auszukommen ist meiner Meinung nach ziemlich aufwendig und schwierig, aber ich glaube, dass man seinen Plastik-Konsum schon um einiges reduzieren kann. Alle die den Film Plastik Planet noch nicht kennen, empfehle ich diesen unbedingt zu gucken. Er zeigt sehr deutlich wie giftig und gefährlich Plastik sein kann.

Heute will ich euch zeigen, wo und wie ich überall Plastik spare:

  1. Ich habe immer einen Stoffbeutel oder eine Tüte aus festem Plastik in meiner Handtasche. Mein Mann hat meistens auch eine große Tüte in seiner Tasche, so dass spontanen Supermarktbesuchen nichts mehr im Weg steht. Inzwischen passiert es uns nur ganz selten, dass wir die Büddel (wie man bei uns im Norden sagt) vergessen und eine Tüte kaufen müssen.
  2. Wir kaufen nur noch Käse von der Käsetheke. Bei uns wird gerne und viel Käse gegessen und daher spart das im Vergleich zu einzeln verpackten Scheiben einiges an Müll. Außerdem hat man wesentlich mehr Auswahl und einige Sorten sind an der Theke sogar günstiger.
  3. Obst und Gemüse kaufe ich, wenn möglich, auch unverpackt. Nur Tomaten, Pilze und Weintrauben packe ich in die dünnen Tütchen und habe jedes mal ein super schlechtes Gewissen dabei. Deswegen habe ich auch fest vor bald selber Obstbeutel zu nähen. Allerdings muss ich bei diesem Thema einschränkend sagen, dass ich wenn ich in einem Diskounter bin und ein bestimmtes Obst oder Gemüse brauche, es auch mit Plastikverpackung kaufe. Wir haben kein Auto und ich kann/will nicht zu 10 verschiedenen Supermärkten fahren. Aber ich überlege schon genau, ob ich das in dem Moment brauche oder nicht.
  4. Brot oder Brötchen kaufe ich beim Bäcker oder mache es im Moment auch sehr oft selbst.
  5. Ich versuche so oft es geht Lebensmittel in Glas zu kaufen. Beispiele hierfür sind Ketchup, Joghurt, Essig, Öl usw. D.h. immer wenn es eine plastikfreie Verpackung gibt, dann greife ich danach. Auch wenn der Einkauf um einiges schwerer wird. 😉
  6. Ich benutze möglichst wenig Frischhaltefolie, Alufolie und Gefriertüten. Statt Frischhaltefolie kann man auch Teller auf offene Schüsseln stellen und statt Gefriertüten benutze ich Plastikdosen, um Lebensmittel einzufrieren. Die Plastikdosen sind wenigstens wiederverwertbar und bisher, aus finanziellen Gründen, noch nicht aus meiner Küche geflogen.
  7. Ich versuche so viel wie möglich selbst zu machen und probiere viele Rezepte aus. Je mehr man selbst aus frischen Lebensmitteln macht, desto weniger Plastik verbraucht man.
  8. Ich mache mein Shampoo selbst, bzw. benutze Seife und festes Shampoo, d.h. Shampoo- und Duschgelflaschen fallen weg.
  9. Ich habe einen Schaumseifenspende, den ich mit Nachfüllseife vermischt mit Wasser befülle. Ich mag Schaumseife sowieso viel lieber als Flüssigseife und so spart man dann gleich doppelt, da man weniger verbraucht.
  10. Ich vermeide Kleidung in der Poly… verwendet wurde.

Reiniger selber machen steht auch noch auf meiner to do Liste, genau wie Deo u.a. Kosmetika. Da lässt sich dann noch ein wenig mehr einsparen.

Wenn ich mir meinen verbleibenden Plastikmüll so ansehe, dann ist ein großer Teil von Milchprodukten. Wir trinken viel Milch und essen viel Joghurt, wodurch natürlich einiges an Müll zustande kommt. Milch in Glasflaschen sehe ich nicht wirklich als Alternative, da wir, wie gesagt, kein Auto haben und dann viel öfter einkaufen müssten. Bei Joghurt versuche ich oft Glas-Pfandflaschen zu kaufen.

Ob ich meinen Müll reduzieren konnte finde ich schwer zu sagen. Bei der letzten Müllabholung hatten wir nur einen gelben Plastiksack statt zwei. Allerdings würde ich jetzt nicht unbedingt behaupten, dass sich unser Müll halbiert hat. Je nachdem wie klein ich z.B. die Milchkartons falte oder ob ich alle Joghurtbecher ineinander stapel habe ich ja mehr oder weniger Volumen. Daher sage ich mal vorsichtig: Wir konnten unseren Plasitkmüll reduzieren!

Und wie sieht es bei euch aus? Habt ihr noch hilfreiche Tipps wie man Plastik vermeiden kann? Lebt ihr vielleicht sogar mit zero waste? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.

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4 Gedanken zu “Plastikfrei: Ein Zwischenstand

  1. Hallo!

    Ich finde es super, dass Du Dir so viele Gedanken machst, ganz sicher hat es das Müllaufkommen reduziert.

    Mit der Zeit wird es immer einfacher, am aufwändigsten habe ich das Recherchieren von Alternativen empfunden. Wenn man die erst einmal hat, wird es leichter.

    lg
    Maria

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  2. Hallo, der Artikel spicht mir aus der Seele. So wie du habe ich auch angefangen den Plastikmüll zu reduzieren. Maria hat schon Recht, der Plastikmüll ist auch bei dir weniger geworden. Aller Anfang ist schwer, aber nachher gehen auch so viele Sachen in Fleisch und Blut über wie z.B. immer einen Büddel bei sich haben. Der größte Fehler ist es, so war es bei mir,zuviel am Anfang zu wollen. In kleine Schritten voran, in Ruhe altes aufbrauchen und in der Zwischenzeit nach Alternativen suchen. Mach weiter so, du machst das genau richtig…liebe Grüße Siggi

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